Firmung,  Religionsunterricht

Firmlager: Vom Glück im Unglück

Die Spannung war gross. Der Coronavirus breitete sich immer mehr aus und die Frage stellte sich: Werden wir ins Firmlager gehen können oder etwa nicht? Am Freitag, 13. März, um 13.00h, besammelten wir uns und warteten noch auf die angekündigten Neuigkeiten des Bundesrates, dann folgte ein letzter Anruf bei der Hotline und zu guter Letzt nahm alles seinen normalen Lauf und wir starteten mit unseren Bussen nach Vétroz ins Wallis. Und siehe da, plötzlich im Lötschbergtunnel, ein grosser Jubel bei den Firmanden: „Ab Montag haben wir keine Schule mehr!“ und gleichzeitig aus einer anderen Ecke: „Wir freuen uns umso mehr aufs Lager!“ So hat der 13. bei den Jugendlichen und auch bei uns positive Gefühle hinterlassen.

Gemeinsam Ziele erreichen

„Miteinander Lebensziele erreichen!“ war unser Lagermotto. Im Jugendalter kommt ja bekanntlich viel Bewegung ins Leben der Jugendlichen, denn viele Veränderungen prägen die Zeit des Erwachsen- und Mündigwerdens. Auch Lebensenergie und -drang sind im Überfluss vorhanden. Da können wir Älteren zwar nicht immer mithalten, aber wir wollten aus unseren Erfahrungen den Firmanden ein paar Impulse vermitteln, wie sie diesen inneren Lebensdrang sinnvoll für das persönliche Leben und der Mitwelt einsetzen können und sie auch für den göttlichen Geist sensibilisieren, der auf dem Etappenziel zur Firmung eine erfahrbare Kraftquelle sein kann.

Pastoralraum-Gemeinschaft intensiver erfahren

Inspiriert und voller Tatendrang haben die Jugendlichen in den verschiedenen Ateliers und Angeboten mitgemacht. Mit Kopf, Hand und Herz haben sie sich eingesetzt und überlegt, wie sie gemeinsam kreativ, leidenschaftlich und verantwortungsbewusst leben können. Gleichzeitig konnten sie neue Kontakte, Kamerad- und Freundschaften mit den Kollegen/innen im Pastoralraum knüpfen. Bei den Jugendlichen kommt dieses überpfarreiliche Zusammenwachsen gut an. Viele kennen sich bereits aus den Schulen, Vereinen und Freizeitaktivitäten und unsere Firmkurse wollen diese Beziehungen zusätzlich fördern.

Warten auf die Zielankunft Firmung

Im geglückten Lager haben wir zwar eine weitere Etappe auf unserem Firmweg erreicht. Aber noch fehlt uns eine wichtige Zielankunft: Die gemeinsame Feier der Firmung, die am 6. Juni geplant war. Leider müssen wir noch etwas gedulden, weil im Moment zu viele Ungewissheiten eine definitive Entscheidung verunmöglichen. Voraussichtlich werden wir einen neuen Termin im August finden. Jedenfalls sind wir mit den Firmanden und Eltern im Kontakt und hoffen, dass wir miteinander eine gute Lösung finden werden. Denn was gibt es Schöneres, als nach einer Durststrecke wieder eine gemeinsame Quelle der Freude zu finden. Wir grüssen alle herzlich,

Gilbert Schuppli und Cornelia Binzegger

Wir haben bei schönstem Wetter drei aufregende Lagertage im traumhaften Unterwallis erlebt. Abenteuerliche Erlebnisse wie die Nachtwanderung mit Outdoor-Fondue am Lagerfeuer, abwechslungsreiche Ateliers und ein Ausflug nach Sion, wo wir die Stadt und ihre beiden Wahrzeichen besichtigen konnten. Zudem haben wir interessante Kontakte mit Kollegen und Kolleginnen geknüpft und in den Teams Kamerad- und Freundschaften gepflegt. Beim Morgenjogging wurde wir zwar alle wachgerüttelt aber umso intensiver liessen wir die Lagertage mit einem unterhaltsamen bunten Abend und einer Andacht ausklingen.

Wir danken dem jungen Leiterteam und dem „Spitzenkoch“ Daniel Kilchenmann für seine feinen Mahlzeiten sowie Gilbert Schuppli und Cornelia Binzegger, die uns ein unvergessliches Lager ermöglicht haben. Alexander, Dario, Chayenne, Sofia