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Meditation zum Fastenopfer-Thema

Klein, gelb und hart ist es, das Maiskorn in meiner Hand… Wir können Mais mahlen, und aus dem Mehl Tortillas backen; wir können Maiskörner erhitzen, bis sie aufplatzen und zu Popcorn werden. Wir danken dir, Gott, für den Mais und für alle anderen Pflanzen, die unseren Hunger stillen. Klein, gelb und hart ist es, das Maiskorn in meiner Hand… Ich kann es in die Erde drücken und mit Wasser begiessen. Plötzlich beginnt es zu spriessen. Wenn ich den zarten Blättern Sorge trage, kann ich am Ende des Sommers Maiskolben ernten. Ein Wunder! Mein Maiskorn kann sich in eine Maispflanze verwandeln, kann sich wunderbar vermehren. Wir danken dir, Gott, für den Kreislauf von Säen und Ernten. Klein, gelb und hart ist es, das Maiskorn in meiner Hand… Es lässt sich verwandeln in Nahrung oder in eine neue Pflanze. Gott, lass uns wie Maiskörner sein. Verwandle uns. Erneuere uns. Unsere Solidarität geht weiter So vieles bleibt in diesen Tagen unerledigt. Aufgaben können nicht angepackt werden, Termine müssen abgesagt und verschoben werden. Unter diesen – sinnvollen – Massnahmen leiden auch Menschen weit weg, Menschen, auf die uns das Fastenopfer und Brot für alle mit ihrer Kampagne aufmerksam machen möchten. Vergessen wir ob all der eigenen Probleme nicht die Solidarität mit Menschen, deren Leben in weiten Teilen viel weniger gesichert ist als unseres. Auch wenn jetzt der ökumenische Gottesdienst und der Suppentag abgesagt werden musste, werden wir einen Weg finden, unsere Solidarität mit den Menschen auf der Südhalbkugel auszudrücken.